Aus der Praxis

Sechs Hebel, die eine Sanierung erfolgreich machen.

Eine Sanierung ist eine der größten Investitionen im Leben einer Immobilie. Wer hier strategisch vorgeht, holt aus jedem Euro deutlich mehr heraus als bei einer Stückwerk-Modernisierung.

Hier sind die sechs Tipps, die wir Eigentümern vor jeder größeren Sanierung mit auf den Weg geben — von der Planung über die Förderung bis zur Werterhöhung.

#planung
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Sanieren mit Plan — nicht aus dem Bauch.

Die teuersten Fehler entstehen in den ersten Wochen — wenn Reihenfolge und Budget nicht definiert sind.

Bevor das erste Gewerk anrückt, sollten Bestandsaufnahme, energetisches Konzept, Reihenfolge und Gesamtbudget stehen. Wer Heizung neu macht, bevor die Hülle gedämmt ist, dimensioniert sie meist zu groß — und zahlt 20 Jahre lang den Mehrpreis.

Wir empfehlen vor jeder größeren Sanierung einen Energieberater oder Sachverständigen für eine neutrale Bestandsaufnahme. Die Kosten dafür amortisieren sich oft mehrfach.

Sachverständigen-Bestandsaufnahme →
#priorität
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Erst die Hülle, dann die Technik.

Eine moderne Wärmepumpe in einem ungedämmten Altbau zu betreiben, ist wie Vollgasfahren mit angezogener Handbremse.

Die richtige Reihenfolge lautet fast immer: Dach & oberste Geschossdecke → Fenster → Außenwand → Heizung. Wenn die Hülle dicht ist, kann die Heiztechnik kleiner — und damit günstiger und effizienter — dimensioniert werden.

Ausnahmen gibt es: Wenn die Heizung kurz vor dem Totalausfall steht, muss sie zuerst raus. Dann aber bewusst so dimensionieren, dass sie zum sanierten Zustand passt — nicht zum heutigen.

#förderung
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Förderprogramme vor dem Auftrag prüfen.

KfW, BAFA, Landes- und Kommunalförderung — wer hier nicht vorher abklärt, verschenkt vier- bis fünfstellige Beträge.

Die meisten Förderungen müssen vor Auftragserteilung beantragt werden — nachträglich gibt es nichts. Energieeffizienz-Maßnahmen, Wärmepumpen, Solar, Barriere-Abbau: für fast jede Maßnahme gibt es passende Programme.

Wichtig: oft braucht es einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten für die Antragsstellung. Wir empfehlen, das gleich zu Beginn der Planung mitzudenken.

KfW & BAFA-Förderungen →
#handwerker
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Den richtigen Betrieb finden — und binden.

Bei Sanierungs-Aufträgen gilt: lieber drei vergleichbare Angebote als der „günstige Tipp aus der Nachbarschaft".

Holen Sie mindestens drei Angebote ein — auf Basis eines schriftlichen Leistungsverzeichnisses. So vergleichen Sie wirklich Äpfel mit Äpfeln. Achten Sie auf Festpreise statt Stundenlohn, klare Termin-Vereinbarungen und Vertragsstrafen bei groben Verzögerungen.

Prüfen Sie Referenzen, Eintrag in der Handwerksrolle und (bei größeren Aufträgen) Bonität. Die zuverlässigsten Betriebe finden Sie selten über die Werbung — sondern über persönliche Empfehlungen aus dem regionalen Netzwerk.

Unser Handwerker-Netzwerk →
#denkmal
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Denkmalschutz: Chance, nicht nur Hürde.

Wer ein Baudenkmal saniert, bewegt sich in einem engeren Rahmen — bekommt dafür aber außergewöhnliche steuerliche Vorteile.

Sanierungs-Investitionen an Baudenkmälern sind nach §§ 7i, 10f, 11b EStG erhöht abschreibungs- und absetzungsfähig. Das gilt sowohl für eigengenutzte als auch für vermietete Denkmäler.

Wichtig: Alle Maßnahmen müssen vor Beginn mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Eigenmächtige Eingriffe können nicht nur Bußgelder, sondern auch den Verlust der steuerlichen Begünstigung bedeuten.

#wertsteigerung
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Was sich beim Verkauf wirklich rechnet.

Nicht jede Sanierung erhöht den Marktwert um den Investitionsbetrag — manche schon.

Die größten Hebel für die Werterhöhung: energetische Sanierung (Hülle und Heizung bringen beim Verkauf oft mehr als die Investition), moderne Bäder, sowie Grundriss-Optimierungen in Richtung Familienhaus oder zwei Generationen.

Schlecht rechnet sich oft das Gegenteil: hochpersönliche Geschmacks-Entscheidungen (Spezialfarben, exotische Ausstattung, übertriebene Garten-Gestaltung). Wenn der Verkauf in den nächsten 3–5 Jahren ansteht, lieber konservativ und marktgängig sanieren.

Wertermittlung vor Sanierung →
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Kurz erklärt, aus der Praxis: Worauf es beim Kauf, Verkauf und bei der Bewertung wirklich ankommt. Hinweise und Tipps, die Ihnen teure Fehler ersparen — von Tom Steffens persönlich.

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