Aus der Praxis

Sechs Stellschrauben, die sofort Energie sparen.

Energie sparen heißt nicht zwingend: teuer sanieren. Viele der wirksamsten Maßnahmen kosten nichts oder fast nichts — sind aber nur denen bekannt, die jeden Tag mit Gebäuden zu tun haben.

Hier sind die sechs Hebel, die wir Eigentümern als Erstes empfehlen. Vom richtigen Heizen bis zu den kleinen Stromfressern — sortiert nach Wirkung.

#heizen
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Heizung richtig einstellen — der größte Hebel.

Die Heizung verursacht in den meisten Häusern 60–80 % des Energieverbrauchs. Hier zu optimieren wirkt am stärksten.

Senken Sie die Raumtemperatur in Wohnräumen um nur 1 °C — und Sie sparen rund 6 % Heizenergie. In Schlafzimmern dürfen es ruhig 16–18 °C sein, im Bad reichen 22 °C beim Duschen.

Lassen Sie alle paar Jahre die Heizungsanlage optimieren: hydraulischer Abgleich, neue Pumpen, Vorlauftemperatur an die tatsächliche Gebäudehülle anpassen. Die Investition rechnet sich oft schon nach 1–2 Heizperioden.

#lüften
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Stoßlüften statt gekippte Fenster.

Ein gekipptes Fenster im Winter ist die teuerste Form der Frischluft.

Durch dauerhaft gekippte Fenster kühlen Wände und Mauerwerk aus — die Heizung muss dauerhaft gegenheizen. Drei- bis viermal täglich für 5–10 Minuten quer durchlüften tauscht die Raumluft komplett aus, ohne die Substanz auszukühlen.

Bonus: regelmäßiges Stoßlüften beugt Schimmel vor — vor allem in Bädern, Schlafzimmern und Küchen.

#dämmung
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Wärmebrücken finden — bevor sie teuer werden.

Wo Wärme entweicht, entweicht auch Geld. Und manchmal entsteht zusätzlich Schimmel.

Typische Schwachstellen: ungedämmte oberste Geschossdecke, undichte Rollladenkästen, alte Balkontüren, Heizkörper-Nischen. Eine Thermografie-Aufnahme im Winter zeigt schonungslos, wo Ihre Immobilie wirklich Wärme verliert.

Viele dieser Punkte lassen sich für wenig Geld beheben — die oberste Geschossdecke z. B. ist meist für 30–60 €/m² gedämmt und spart sofort fühlbar Heizkosten.

Energieausweis & Bedarfsanalyse →
#fenster
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Fenster & Türen abdichten.

Das günstigste Energiespar-Projekt ist oft die simpelste Maßnahme.

Prüfen Sie die Gummi-Dichtungen Ihrer Fenster und Außentüren mindestens einmal jährlich. Sind sie hart, rissig oder verformt? Neue Dichtungen kosten wenige Euro pro Meter — und stoppen Zugluft sofort.

Auch Rollladenkästen sind oft Schwachstellen. Eine nachträgliche Dämmung der Kästen lässt sich meist von innen ohne große Eingriffe ergänzen.

#wasser
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Warmwasser ist versteckter Stromfresser.

Nach der Heizung der zweitgrößte Verbraucher — und genauso unsichtbar.

Eine Spar-Duschbrause halbiert den Warmwasser-Verbrauch im Bad. Ein Perlator am Wasserhahn senkt den Durchfluss, ohne dass Sie es merken. Und die Boiler-Temperatur muss nicht über 60 °C liegen — Legionellen werden dort bereits zuverlässig abgetötet.

Wer eine zentrale Warmwasser-Zirkulation hat, sollte sie über eine Zeitschaltuhr nur tagsüber laufen lassen. Das spart oft mehrere hundert Euro pro Jahr.

#strom
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Standby, LED & kluge Steckdosen.

Jedes Haus hat sie: kleine Stromfresser, die rund um die Uhr ziehen.

Standby-Verbrauch macht in deutschen Haushalten im Schnitt 100–200 € pro Jahr aus. Master-Slave-Steckdosenleisten schalten alle angeschlossenen Geräte mit ab, wenn das Hauptgerät aus geht.

Auf LED umzurüsten zahlt sich vor allem in Räumen aus, in denen viel Licht brennt — Wohn-, Küchen-, Außenbeleuchtung. Eine LED verbraucht etwa ein Zehntel einer alten Glühbirne und hält 15–25 Jahre.

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